
Die Smartphones der neuen Honor-50-Reihe kommen in Deutschland wohl mit Google-Diensten und Android 11. Damit könnte es aber im schlimmsten Fall bald vorbei sein. Denn Honor 50 und 50 Lite erinnern Beobachter doch sehr an die Huawei-Geräte Nova 9 und Nova 8i. Kritiker aus der US-Regierung dürften Honor aber genau auf die Finger schauen.
„Besser gut kopiert als schlecht selbstgemacht“, lautet ein bekannter Spruch. Doch warum nur kopieren, wenn etwas auch einfach übernommen werden kann? In einer solchen Gedankenphase befindet sich wohl auch Honor, wenn man sich die aktuellen Smartphones etwas genauer anschaut. Denn nur weil Honor außen draufsteht, muss es auch nicht unbedingt im Inneren sein. So gesehen beim aktuellen Honor 50 Lite.
Aus Huawei Nova 8i mach Honor 50 Lite
Der Leidensweg von Huawei ist allseits bekannt: Die damalige US-Regierung hat ein Embargo gegenüber Huawei verhängt. Das hatte zur Folge, dass der chinesische Tech-Konzern nicht mehr auf die offiziellen Google-Dienste zurückgreifen konnte. Um den eigenen Sprössling Honor zu schützen, spaltete Huawei die Marke kurzerhand ab. Seitdem besteht Honor selbständig – mit großem Erfolg, wie sich erst kürzlich zeigte.
Doch allumfänglich war diese Trennung wohl auch wieder nicht. Erst beim Honor 50 hat sich gezeigt, dass eigentlich das Huawei Nova 9 dahintersteckt. Zusätzlich berichten Medien nun, dass das Honor 50 Lite in Wirklichkeit ein Huawei Nova 8i ist und lediglich über marginale Anpassungen verfügt. Lustige Sidenote: Das Nova 8i von Huawei ist sogar bei MediaMarkt in Deutschland bereits gelistet* und wird mit Android beworben.
Während Honor die beiden Honor-50-Modelle bereits in China vorgestellt hat und somit ein Vergleich zu den Huawei-Geräten gut möglich war, steht die Enthüllung für Europa noch aus. Diese findet am 26. Oktober in Berlin statt und ist der erste Auftritt auf europäischer Bühne seit der Abspaltung.
Drohendes US-Embargo: Honor sollte aufpassen
Die Nähe zu Huawei sollte Honor in Zukunft nicht allzu sehr durchschimmern lassen. Also besser keine Geräte kopieren, als wären es die eigenen. Denn auch das ehemalige Huawei-Tochterunternehmen steht auf der Abschussliste einiger Mitglieder der jetzigen US-Regierung.
Noch kann sich Honor der „Unterstützung“ des US-Präsidenten Joe Biden sicher sein. Dieser hält zwar an dem Embargo gegenüber Huawei fest, möchte jedoch die Situation nicht weiter eskalieren lassen. Ob sich diese Ansicht jedoch ändert, wenn Honor weiterhin ein sehr inniges Verhältnis zum ehemaligen Mutterunternehmen frönt, bleibt abzuwarten.



