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PayPal erlaubt ab sofort das Bezahlen mit Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum und Litecoin

PayPal Kryptowährungen
PayPal startet mit "Checkout with Crypto". (Bild: PayPal)

Der weltweit bekannte Zahlungsdienstleister PayPal geht den nächsten Schritt in Richtung einer noch deutlich höheren Akzeptanz der Kryptowährungen wie Bitcoin. Ab sofort können die Kunden – zunächst in den Vereinigten Staaten – die Funktion „Checkout with Crypto“ in Anspruch nehmen. Dadurch ist es möglich, einzelne digitale Währungen innerhalb von PayPal gegen Zentralbankwährungen umzutauschen und somit letztendlich mit Kryptowährungen zu zahlen.

PayPal: Mit Bitcoin und Co. in zahlreichen Online-Shops zahlen

Ein Hauptziel von PayPal besteht bei der neuen Funktion darin, dass Kryptowährungen eine noch deutlich höhere Akzeptanz beim Zahlen erhalten und somit noch nützlicher sein können. In der ersten Stufe können die Kunden in den Vereinigten Staaten somit Teile ihres Guthabens einer Kryptowährung über das eigene PayPal-Konto veräußern.

Dazu findet einfach ein Umtausch in Dollar statt, um anschließend die Bezahlung durchzuführen. Da es unzählige Onlineshops gibt, mit denen PayPal kooperiert, können viele Käufer ab sofort dementsprechend in sehr vielen Onlineshops mit Bitcoin & Co. bezahlen – natürlich auch am Smartphone.

Diese Kryptowährungen unterstützt PayPals „Checkout with Crypto“

Im ersten Schritt unterstützt Paypal folgende vier digitale Währungen:

  • Bitcoin
  • Ether (Ethereum)
  • Bitcoin Cash
  • Litecoin

Eine Voraussetzung ist, dass der Kunde bei PayPal ein Online-Wallet eröffnet, in dem man die vier digitalen Währungen verwahren kann. Ob und wann die Funktion auch in Deutschland nutzbar sein wird, dazu gibt es bisher noch keine näheren Angaben.

Verlangt PayPal Gebühren für die Zahlung mit Bitcoins?

Laut PayPal soll es im Zusammenhang mit der neuen Zahlungsmöglichkeit weder eine zusätzliche Transaktionsgebühr noch sonstige Zusatzgebühren geben. Laut dem Kleingedruckten galt das allerdings wohl nur für die erste Testphase, die bis Ende Dezember 2020 stattfand. Derzeit scheint nur mehr das Halten von Bitcoin und Co. kostenlos sein.

Mittlerweile sollte nämlich eine Gebührentafel gelten, die folgendes Schema für den Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen bei PayPal zeigt:

  • 1,00 bis 24,99 Dollar: 0,50 Dollar Gebühr
  • 25,00 bis 100,00 Dollar: 2,30 Prozent Gebühr
  • 100,01 bis 200,00 Dollar: 2.00 Prozent Gebühr
  • 200,01 bis 1.000,00 Dollar: 1,80 Prozent Gebühr
  • 1.000,01 Dollar und mehr: 1,50 Prozent Gebühr

Dazu kommt noch ein sogenannter Spread, Gebühren für das Tauschen von Kryptowährungen. Das können laut PayPal noch einem rund 0,5 Prozent sein. Der Payment-Dienstleister gibt aber an, dass der Spread je nach Marktkonditionen höher ode niedriger sein kann.

Interessant: PayPal behält sich vor, diesen Spread nicht separat anzuzeigen. Wer den Hub für die Kryptowährungen nutzt, stimmt den Wechselgebühren, inklusive Spread, zu. Darüber hinaus könnten noch Gebühren anfallen, die die Banken des hinterlegten Kontos aufrufen. Wer in einer anderen Währung als Dollar zahlen will, kann ebenfalls mit zusätzlichen Gebühren belastet werden.

Kurz gesagt: Der Umtausch von einem Dollar in Bitcoin und Co. lohnt sich bei PayPal so ganz und gar nicht. Eine mögliche Alternative wäre eine Trading-App wie Bitcoin Evolution. Hier handelt ein Algorithmus, per Demokonto kann man üben.

PayPal macht sich für Kryptowährungen stark

Der Zahlungsdienstleister verdient entsprechend sicher gut an der neuen Zahlungsmöglichkeit. Der Chef von PayPal, Dan Schulman, zeigt sich aber vor allem optimistisch, dass damit der nächste Schritt zu einer wesentlich breiteren Akzeptanz von Kryptowährungen rund um den Globus gemacht sein könnte.

Einsteigern will PayPal die Krypto-Welt zudem mit einer Reihe von erklärenden Artikeln näher bringen. Darüber hinaus verspricht der Zahlungsdienstleister bei „Checkout with Crypto“ denselben Schutz, den auch die aktuellen Payment-Services genießen. Dazu dürfte etwa der Käuferschutz zählen. Los soll es schon mit einem Dollar gehen können.

Wie funktioniert „Checkout with Crypto“ bei PayPal?

Zunächst wählen PayPal-Nutzer in der App den Menüpunkt „Crypto“. Dort finden sie dann die bisher vier verfügbaren Kryptowährungen und einen Buy-Button. Anschließend können sie Kryptowährungen kaufen, auch in sehr kleinen Bruchteilen. Eben, wie oben geschrieben, schon ab einem Dollar. Sollte die Funktion bald auch nach Deutschland kommen, dürfte das Ganze dann ab einem Euro möglich sein.

Einmal gekauft, sind die Kryptowährungen dann in einem Online-Wallet bei PayPal gespeichert. Sie können dann von einer zur anderen der verfügbaren Kryptowährungen getauscht (Swap) oder zum Bezahlen benutzt werden. PayPal zufolge ist ein PayPal-Cash- oder Cash-Plus-Konto Voraussetzung für die Nutzung der Option zur Krypto-Bezahlung.

PayPal-Einstieg löste Krypto-Hype aus

Weil die Öffnung der Krypto-Bezahlfunktion von PayPal eigentlich nur Formsache war, sind die Kurse der Kryptowährungen am Dienstag und Mittwoch kaum weiter abgehoben. Auch die PayPal-Aktie hat sich eher leicht nach oben bewegt.

Das war im Oktober 2020 noch ganz anders. Damals feierte die Krypto-Szene den PayPal-Einstieg aber mit steigenden Kursen. Der märchenhafte Aufstieg des Bitcoin nahm mit dieser Meldung seinen Beginn. Er führte schließlich von gut 10.000 Dollar auf bis über 60.000 Dollar.

Kein Wunder, denn mit Paypal betrat vor einem halben Jahr ein gewichtiger Unterstützer die Krypto-Bühne. 26 Millionen Händler nutzen den Paymentdienst rund um den Globus. 325 Millionen aktive Nutzer hat Paypal eigenen Angaben nach. Jede Menge Potenzial also für digitale Zahlungen per Kryptowährungen.

Danach folgten weitere bekannte und weniger bekannte Firmen, die sich als Bitcoin- oder Krypto-Unterstützer outeten, etwa Tesla und Elon Musk. Neben vielen Privatanlegern hat aber auch der Support institutioneller Anleger dieses Mal den Krypto-Hype befeuert.

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Jörn Brien ist Chefredakteur und Betreiber von Honornews – deinem inoffiziellen Honor-Blog. Der Journalist arbeitet(e) für verschiedene namhafte Publikationen in Deutschland und Österreich, darunter Golem, Kurier, t3n, e-media, Futurezone und pressetext. Darüber hinaus betreibt er Die Wirtschaftsnews.de, den Online-Buchshop Meine Buchhandlung Wien und mehrere Facebook-Gruppen sowie Blogs.

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