
Die Sanktionen seitens der USA gegen Huawei haben dem ehemalige Mutter-Konzern von Honor schwer geschadet. Aus dem einstigen Weltmarktführer der Smartphones wurde ein international bedeutungsloser Mitspieler. Mit einem kleinen Trick möchte Huawei jedoch nun die Sanktionen umgehen und zukünftig seine Smartphones von Partner bauen lassen.
Mit Lizenzen zurück auf den Weltmarkt?
Unter Lizenz möchte Huawei künftig seine Smartphones von anderen Herstellern bauen lassen und somit das verhängte Embargo umgehen. Berichten zufolge werden die Designs der Geräte von einem Partner namens Xnova lizenziert und notwendige Komponenten eigenständig gekauft.
Xnova seinerseits ist ein Teil des sich im Staatsbesitz befindenden Unternehmens China Postal and Telecommunications Appliances (PTAC), wie Bloomberg schreibt.
Bereits jetzt werden im Onlineshop von Xnova Smartphones verkauft. Darunter auch Huawei-Modelle der Nova-Serie. Wird die Partnerschaft realisiert, so dürften die Huawei-Designs unter eigener Fahne über die virtuelle Ladentheke gehen.
PTAC als Schlüssel für die Chips
Doch warum ist PTAC als Partner so interessant? Nun, zum einen verfügt das Unternehmen über entsprechendes Know-how und ist in der technischen Branche ansässig. Zum anderen, und das ist weitaus wichtiger, steht PTAC nicht auf der schwarzen Liste der US-Regierung, mit denen US-Unternehmen keinen Handel betreiben dürfen.
Die Beschaffung von benötigten Chips (die Chipknappheit mal beiseite gelegt) sollte somit für PTAC möglich sein. Wie wichtig die Versorgung mit zeitgemäßen Chips ist, zeigt die jüngste Vergangenheit. Bei seinen letzten Flaggschiffen konnte Huawei nicht einmal mehr auf 5G-Chips setzen und musste auf ältere 4G-Varianten zurückgreifen.
Erzwungener 5G-Verzicht bei Ex-Honor-Mutter
Im oberen Preissegmentiert selbstverständlich ein absolutes No-Go und sicherlich auch nicht der Qualitätsanspruch, den Huawei an sich selbst stellt. Schließlich ist 5G weiter im Vormarsch und der Ausbau schreitet vielerorts voran.
Bleibt abschließend nur noch die Fragen zu klären, ob Huawei sein Lizenzmodell auch auf den weltweiten Markt außerhalb Chinas anwendet. Sollte dies der Fall sein, wäre ein branchenweit bekannter Partner vonnöten, um den Markteinstieg erfolgreich zu realisieren.



