
Der Abgesang auf Bitcoin war seit dem ersten Hype allerorts präsent. Doch noch immer ist die erste Kryptowährung fester Bestandteil des Markts und wird von tausenden Interessenten unterstützt. Längst ist damit klar: Kryptowährungen sind gekommen, um zu bleiben. Doch statt sich als Zahlungsmethoden im Alltag zu etablieren, entwickelten sie sich zum Spekulationsobjekt an den Online-Börsen. Lohnt es sich deshalb auch, 2022 noch einzusteigen?
Prognosen sind nach wie vor positiv
Die vermeintliche Blase Bitcoin war am Ende genau das Gegenteil. Ein einziger digitaler Coin ist zum Zeitpunkt dieses Artikels beeindruckende 37.737 Euro wert. Wer also damals einen Haufen Bitcoins kaufte, ist heute längst zum Millionär geworden. Angesichts der mittlerweile erreichten Preise ist es für Privatinvestoren natürlich deutlich schwerer geworden. Doch als Investment kann sich Bitcoin nach wie vor mehr als auszahlen. Die US-amerikanische Investmentbank JP Morgan führte eine Umfrage unter ihren Kunden durch, wie sie die Preisentwicklung im Jahr 2022 erwarten. Die Antwort ist rundum positiv. Der Großteil, in diesem Fall 41 Prozent der Befragten, erwartet einen Kursanstieg auf etwa 60.000 US-Dollar und damit gut 52.000 Euro. Damit würde Bitcoin um knapp 73 Prozent zulegen – ein ideales Szenario für jeden Investor auf den Finanzmärkten.
Immerhin ganze 5 Prozent erwarten sogar, dass der Preis die Marke von 100.000 US-Dollar übersteigt, die bislang als große Schallmauer gilt. Der bisherige Preisrekord liegt noch bei 58.407 Euro vom 8. November des vergangenen Jahres. Wer angesichts dieser Zahlen nun Bitcoin kaufen möchte, kann auf verschiedene Arten an die Kryptowährungen kommen. Einerseits kann BTC physisch gekauft werden. Das bedeutet, die gekauften Coins befinden sich tatsächlich im Besitz des Nutzers und müssen zugleich in einer Krypto-Wallet aufbewahrt werden. Die Alternative ist das sogenannte CFD-Trading, welches von Online-Brokern angeboten wird. Hierbei setzt der Händler lediglich auf die Kursentwicklung – sei sie positiv oder negativ. Beide Seiten haben ihre Vorteile und Nachteile und eine ausgiebige Recherche im Vorhinein ist ratsam.
Erfolg der Kryptowährungen hat einen technischen Hintergrund
Der große Erfolg, den die Kryptowährungen derzeit genießen, hat einen Grund, der über reinen Hype des Neuen hinausgeht. Verantwortlich ist insbesondere der technische Hintergrund, der die Idee zu etwas nie dagewesenem machte. Die Rede ist von der Blockchain-Technologie, die mittlerweile in einer Vielzahl von Anwendungen genutzt wird. Banken etwa nutzen Blockchain-Elemente für die Durchführung von Auslandstransaktionen. Einerseits besteht so der Vorteil einer höheren Geschwindigkeit, als es etwa bei den antiquierten Überweisungen der Fall ist. Andererseits handelt es sich um ein enorm fälschungssicheres System, das einen entsprechend hohen Sicherheitsstandard bietet.
Das führt dazu, dass die auf Blockchain-Technologie basierenden NFTs sich aktuell in aller Munde befinden. So ist auf der unendlichen Kette zweifelsfrei festgelegt, welche Transaktionen wann und in welcher Höhe durchgeführt werden beziehungsweise welche NFT-Rechte in wessen Besitz sind. Versucht ein Netzwerkteilnehmer eine Komponente zu verändern, schlägt der Rest des Systems Alarm. Spiele, wichtige Dokumente und viele weitere Fachgebiete nutzen ebenfalls die technische Errungenschaft. Die Kryptowährung ist zwar die erste, aber letztlich auch nur eine von vielen Anwendungen. Da auch die Möglichkeiten in Zukunft immer weiter wachsen werden, ist recht sicher, dass sich auch die Kryptowährungen weiter halten werden. Welche Neuigkeiten das Jahr 2022 rund um Krypto und Blockchain bereithält, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.



