PayPal: Neue App und eigener Coin

PayPal-App
PayPal-App. (Foto: Brett Jordan/Pexels)

PayPal gehört im Internet zu den beliebtesten Zahlungsdienstleistern der User. Als Marktführer operiert das Unternehmen bereits seit 1998 und seit 2015, nach der Übernahme von Ebay im Jahr 2002, wieder selbstständig. Der US-amerikanische Bezahldienst überzeugt vor allem mit seinen innovativen Ansätzen und benutzerfreundlicher Handhabung. Sowohl im Browser als auch per App können Transaktionen schnell und einfach erledigt werden, ohne dabei sensible Daten weiterzugeben, was einen hohen Sicherheitsstandard erlaubt.

Neue Funktionen in der App

Genau diese App bekam im Oktober des vergangenen Jahres eine Überarbeitung für iOS und Android. Einiges hatte sich zuvor bei PayPal geändert, vor allem der Fokus auf Kryptowährungen, der bereits Ende 2020 angekündigt wurde. Hier integrierte PayPal das Handeln und Bezahlen mit den gängigsten Geldern in ihr System. Was anfangs nur in den USA möglich war, wurde Mitte 2021 auch auf weitere Länder erweitert. So dürfen sich seit August auch User aus dem Vereinigten Königreich über die neuen Funktionen freuen. Hierzulande wird sich die Implementierung noch etwas herauszögern, ehe auch deutsche Nutzer über die App Bitcoin mit PayPal kaufen können.

Doch das ist nicht die einzige Neuerung, die von der App versprochen wird. Ziel des Unternehmens war es, den verstärkten Fokus auf mobile Geräte zu nutzen und die eigene Applikation als „zentrale Anlaufstelle“ für Kunden zu etablieren. So gibt es zahlreiche neue Funktionen, die etliche Finanzaspekte abdecken oder zumindest erleichtern sollen.

Zuerst fällt sicherlich die neue Optik der App auf, die einen besseren Überblick versprechen soll und Informationen über das eigene PayPal-Guthaben und mögliche Ratenzahlung liefert. Auch eine Chatfunktion für Privatuser ist seit dem neuen Update zu finden. Der simple Geldaustausch mit Freunden und Familie ist eine der meistgenutzten Funktionen der App, da unkompliziert und gebührenfrei Beträge zwischen zwei Parteien versandt werden können. Mit Hilfe des neuen Chats müssen zukünftig keine Gespräche mehr über dritte Apps oder per Mail geführt werden, sondern ganz einfach innerhalb der Anwendung.

Für Spendenaktionen hat sich der Konzern ebenfalls eine Funktion einfallen lassen, die unter dem Namen „Generosity Network“ läuft. Damit sollen wohltätige Zwecke unterstützt werden. Beim Checkout haben Kunden nun die Option, einen Euro für eine Organisation ihrer Wahl beizutragen. Auch eigene Aktionen lassen sich über das PayPal-Netzwerk aufbauen und fördern.

Angepasste Optionen für mehr Flexibilität

Eine weitere aktualisierte Funktion der App nennt sich „Später Bezahlen“ und erlaubt es den Kunden – wie der Name vermuten lässt – ihre Rechnung erst einen gewissen Zeitraum später zu begleichen. Bislang gab es die Möglichkeit, bei der Methode der Sofortüberweisung, den Betrag erst 14 Tage später vom Konto abzubuchen. Seit 2021 möchte das Unternehmen für mehr Flexibilität sorgen und erweitert die Frist auf 30 Tage. Auch die Ratenzahlung, die es ab einer Summe von 99 Euro gibt, wurde angepasst. Neben der bisherigen 12-monatigen Laufzeit, können Kunden mittlerweile auch 3, 6 oder 24 Monate bei der Option wählen.

Eigener Coin noch in diesem Jahr?

PayPal hat sich also einiges einfallen lassen, um die innovativen Pläne rund um neue Felder wie Kryptowährungen angenehm zu implementieren. Das unterstreicht auch den Willen des Konzerns, mit der Zeit zu gehen und teilweise auch Risiken einzugehen. Die neue PayPal-App sorgte außerdem für Spekulationen, dass in diesem Jahr ein Stablecoin des Unternehmens folgen soll – „PayPal Coin“. Inzwischen wurde das Vorhaben vonseiten PayPals bestätigt, wann es allerdings auch für die Nutzer hierzulande soweit sein wird, bleibt abzuwarten.

Über mich

Jörn Brien ist Chefredakteur und Betreiber von Honornews – deinem inoffiziellen Honor-Blog. Der Journalist arbeitet(e) für verschiedene namhafte Publikationen in Deutschland und Österreich, darunter Golem, Kurier, t3n, e-media, Futurezone und pressetext. Darüber hinaus betreibt er Die Wirtschaftsnews.de, den Smartphone-Blog, den Online-Buchshop Meine Buchhandlung Wien und mehrere Facebook-Gruppen sowie Blogs.

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