Solltet ihr noch Ideen haben, schreibt es gerne in die Kommentare hier oder im HONORClub.

Alltagstest PrivateSpace

Ich habe dieses Feature genau unter die Lupe genommen und konnte das ein oder andere in Erfahrung bringen. Im Test habe ich mich dazu entschieden, neben dem PIN, meine Finger an der linken Hand für den MainSpace und die an der rechten Hand für den PrivateSpace zu nutzen. Anfangs war es eine Umstellung, aber nach nur wenigen Tagen gewöhnt man sich daran. Eine Sache, welche mir direkt ins Auge fiel, ist das Wechseln zwischen Privat und MainSpace. Dies arbeitet nicht immer flüssig und dauert gerne ein bis zwei Sekunden – definitiv spürbar. Sind auf beiden Systemen Apps installiert, welche Push Benachrichtigungen senden, merkt man schnell: beide können/sollen(?) nicht parallel laufen. Es wird immer der nicht genutzte Space abgeschaltet bzw. eingefroren. Schickt man jemanden beispielsweise eine WhatsApp Nachricht, sieht es für den Absender so aus, als wäre das Smartphone ausgeschaltet. Praktisch, um auch im Urlaub nicht ungewollt gestört zu werden!
PrivateSpace zusätzliche Optionen
Optionen im PrivateSpace
Wer es akzeptieren kann, hin und her zu wechseln um auf den aktuellen Stand zu bleiben, dem wird das einfrieren nicht stören. Mich hat der ein oder andere Punkt dann doch etwas gestört. Anfangs wollte ich meine geschäftlichen E-Mails und Kontakte in dem PrivateSpace abspeichern. Als ich merkte, dass ich keine Benachrichtigung über neue E-Mails erhielt, habe ich wieder alles in dem MainSpace abgespeichert. Grund hierfür ist, dass ich auch außerhalb der Geschäftszeiten erreichbar sein muss. Auch war mir der Transfer von Daten/Bilder zwischen den Systemen persönlich etwas zu umständlich. Wer Daten austauschen möchte, muss über die Einstellungen des PrivateSpaces arbeiten. Ich bin es gewohnt meine Inhalte über die Teilen Funktion zu versenden. Dennoch kann ich aufgrund der gemeinsamen Komponenten weder über Bluetooth, Huawei Beam oder Huawei Share Dateien austauschen. Der größte Feind des PrivateSpaces kommt jedoch noch. Wer sein Gerät mit Hilfe des schnellen Face Unlocks entsperrt, wird immer etwas umdisponieren müssen. Die einzige Möglichkeit für mich in den PrivateSpace zu gelangen, ist der Weg über den Fingerabdruck oder PIN. Das Display einfach nur einzuschalten und einen PIN einzugeben funktionierte nicht – denn dafür erkennt das Gerät mein Gesicht zu schnell.

Fazit

Ist PrivateSpace ein zukunftssicheres Feature? Wer kann davon profitieren? Der PrivateSpace wurde im Rahmen und auf Basis von Android Enterprise für Geschäftsleute erschaffen, jedoch kann jeder mit etwas Kreativität Nutzen von dieser Funktion ziehen. Ich habe bereits mehrere Beispiele genannt und es wird noch weit aus mehrere Szenarien für ein Pro-PrivateSpace geben. Technisch gesehen funktioniert alles sehr stabil, natürlich braucht der Wechsel zwischen Spaces ein paar Sekunden. Ein Punkt der sich in Zukunft sicherlich optimieren lässt. Viel kritischer ist für mich das Thema rund um Entsperrung und Auswahl des richtigen Systems. Einen zweiten PIN oder bestimmte Finger zum entsperren ist eine leichte Sache bzw. reine Gewohnheit. Das Problem mit der Gesichtentsperrung ist in meinem Alltag hingegen ein großer Dorn im Auge. Hier ist der Zugang in den PrivateSpace lediglich über Fingerabdruck oder über die Einstellungen möglich. Entweder hofft man hier auf eine Lösung seitens Hersteller oder man gewöhnt sich bestenfalls an eine Nutzung ohne Gesichtserkennung. Es sei denn, ihr wollte bei jedem Zugang in den PrivateSpace das Smartphone von eurem Gesicht verdeckt positionieren. Ein weiterer Punkt ist der Transfer von Daten zwischen den jeweiligen Spaces. Dass die Möglichkeit nur in dem PrivateSpace vorhanden ist, ist für mich weniger das Problem. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass man nur über die Systemeinstellungen die Optionen angezeigt bekommt und nicht zusätzlich über die Teilen Funktion. Auch die Einrichtung könnte etwas optimierter sein. Nach der Erstellung sollte die Möglichkeit auf eine Übernahme der Grundeinstellungen verfügbar sein. Aus sowohl Datenschutz- als auch Akku Gründen wird vermutlich auf den parallel Betrieb beider Spaces verzichtet. Dadurch fehlt die Möglichkeit, von beiden Systemen gleichzeitig die Benachrichtigungen in Echtzeit zu erhalten. Dieser Punkt ist meiner Meinung nach dennoch etwas gespalten. Sicherlich wird es Personen geben, die genau so eine “Ausschalt”-Funktion wollen. Dennoch könnte der Hersteller standardmäßig beide Spaces parallel laufen lassen und einen Energiespar- oder Ruhe Modus anbieten, der nur das aktive System weiter betreibt. Dadurch wäre es auch sicherlich machbar, seine SIM Karten auf die Spaces aufzuteilen. Ein Feature, welches mir persönlich für die komplette Trennung der Spaces fehlt. Zum Schluss bleibt eine wichtige Funktion, die zwar selten benötigt wird, mir persönlich aber am besten gefällt. Da der PrivateSpace nicht an das Smartphone gebunden ist, besteht die Möglichkeit, diesen auf andere Smartphones umzuziehen. Dadurch spart man sich die ständige Neueinrichtung. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Feature nun nutze, um Material für den Blog zu erstellen oder um diverse Apps isoliert von meinem Alltag zu testen. Das System ist nach aktuellem Stand sicherlich nicht perfekt. Einiges müsste optimiert werden, damit das Feature richtig Spaß macht – so z.B. der parallele Betrieb beider Systeme. Viele gute Ansätze sind bereits da, welche einfach verbessert werden müssten und somit mehr Produktivität bieten könnten. Es bleibt spannend zu sehen, ob der Hersteller in diesem Bereich weiterentwickeln wird. Vorallem Firmen sind daran interessiert, eine kostengünstige Lösung mit Privat- und Geschäftsnutzung zu ermöglichen, aber auch jeder andere kann die Funktion für sich entdecken. Aber wie ist eure Meinung in Bezug auf PrivateSpace? Nutzt ihr die Funktion schon länger oder konnte unser Beitrag euch dazu animieren, es zu testen? Schreibt uns einen Kommentar.
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